An der Kaywaldschule sind wir mittendrin in vielerlei Hinsicht, nicht erst seit Veröffentlichung der UN-Konvention. Wir legen Wert darauf, dass Teilhabe für alle ermöglicht wird in allen Formen und Variationen, nach dem Motto „Vielfalt leben“.
Wir hatten zwei Außenklassen im Raum Eppingen, die den Vorteil haben, dass Lehrer unserer Schule gemeinsam mit den Lehrern aus der allgemeinen Schule unterrichten - das sonderpädagogische Know-how kommt allen zu Gute.
In der benachbarten Hölderlin-Grundschule hat in jede Klassenstufe eine Patenklasse bei uns – jede Woche findet gemeinsamer Unterricht statt, entweder in unseren Räumen, in der Grundschule oder in gemeinsamen außerunterrichtlichen Zusammenhängen wie Waldtage, Theaterbesuche, Besuch des Wildparks usw.
Mittlerweile gelang es auch eine Kooperation mit der Hölderlin-Realschule aufzubauen, die sich tragfähig als Projektarbeit entwickelte: Die 8. Klassen absolvieren ihre Sozialpraktika nicht mehr am Nachmittag, sondern entwickeln gemeinsame Unterrichtsprojekte wie beispielsweise unser „kooperativer Kochunterricht“; vergangenes Jahr war es ein Schattenspiel, zu dem die Realschüler eigene Texte schrieben und gemeinsam für eine Aufführung an unserem Tag der Offenen Tür zur Aufführung brachten.
Eine Kooperation zur Hölderlinhauptschule ist über unseren Kollegen Herrn Barnowsky über unsere Schulband „Kaywaldkids“ im Entstehen. Hier musizieren Schüler gemeinsam in unserem gut ausgestatteten Proberaum – vielleicht gibt es bald ein Rock-und-Pop-Konzert beider Schulbands.
Jeden Freitag besucht ein Schüler mit schwerer Mehrfachbehinderung seine wohnortnahe Grundschule mit einer betreuenden Kraft, die ihn sehr gut kennt, der Klassenlehrerin dort seine Lernbesonderheiten vermittelt, so dass er am Regelunterricht teilnehmen kann.
Mit diesen Schritten hin zu einer inklusiven Pädagogik gewährleisten wir, dass sonderpädagogische Standards erhalten bleiben und unsere Kinder nicht nur im sozialen Bereich profitieren, sondern auch an der Vermittlung von Bildungsinhalten teilhaben können.
Frau Pfizenmayer und Frau Rücker (beide Sonderschullehreranwärterinnen an der Kaywaldschule) organisierten diese Veranstaltung zum Thema "Inklusion" in unserer Aula.
Es besuchten Lehrerinnen und Lehrer der Kaywaldschule, Real – und Grundschullehrerinnen und Lehrer des Schulstandorts Lauffen, Herr Göbel vom Seminar für Didaktik und Lehrerbildung Stuttgart sowie Herr Buttendorf vom staatlichen Schulamt Heilbronn diesen gemeinsamen Begegnungsabend.
Zu Beginn hörten wir einen Vortrag von Herrn Hudelmaier-Mätzke (Grundschul- und Sonderschullehrer; wissenschaftlicher Mitarbeiter der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg/Reutlingen).
Sein Impulsreferat informierte uns unter anderem über die Begriffserklärung „Inklusion“, über die inklusive Schulentwicklung als Chance, die UN-Konvention und den Leitgedanken des deutschen Bildungssystems.
Nach einer praktischen Übung zum Thema: Inklusion, ging es dann mit einer Stärkung am Buffet und den ersten Gesprächen zwischen den einzelnen Lehrerinnen und Lehrer der unterschiedlichen Schularten weiter.
Nach dieser kurzen, aber effektiven Pause, folgte das Gesprächsforum.
In einzelnen Kleingruppen wurde gezielt über die Möglichkeiten am Schulstandort Lauffen gesprochen und diskutiert. Parallel dazu entstanden einige wichtige und interessante Fragen.
Im gesamten Plenum stellten die einzelnen Gruppen ihre Fragen und Anregungen vor. Gemeinsam mit Herr Hudelmaier-Mätzke entstanden Ideen und Überlegungen zum Schulstandort Lauffen.
Eine Möglichkeit für Gespräche und Einblicke in die Unterrichtsarbeit an der Kaywaldschule, bietet die „Hospitationswoche“, welche im November diesen Jahres stattfindet. Hierfür entstand großes Interesse und einige Lehrerinnen und Lehrer haben sich hierfür eingetragen.
Um 21.00 Uhr beendeten Frau Pfizenmayer und Frau Rücker den gelungenen gemeinsamen Begegnungsabend.